Guatamala
Morgen im Dschungel, Ort und Zeit, Natur und Poetik
Wir folgen den Pfaden zwischen den zahlreichen Kakaobäumen noch für eine ganz Weile, bis wir wieder zum Eingang der Farm gelangen. Während wir unsere Gedanken über all die neuen Informationen austauschen, navigieren wir zurück zum Gemeinschaftsbereich, wo die Mitarbeiter*innen bereits eine kleine Überraschung für uns vorbereitet haben.
Eine goldgelbe Kakaofrucht ziert den Tisch und wartet darauf geöffnet zu werden. Jenny erklärt, dass durch das Schütteln der Frucht festgestellt werden kann, ob sie reif und bereit zum öffnen ist. Das Innere muss von der Schale losgelöst sein und sich beim Schütteln bewegen. Ich nehme die Kakaofrucht in die Hand und schüttele diese kräftig und tatsächlich! Ich kann es sowohl hören als auch fühlen. Das Innere der Frucht schlägt gegen die Wände der Schale und verrät so, dass sie bereit zum öffnen ist.
Hier in Utopia öffnet man die Frucht im Jungle Style und zwar an einer scharfen Kante einer Mauer. Ich nehme die Kakaofrucht an den beiden Enden in meine Hände und schlage die Mitte der Frucht gegen den scharfen Stein. Die Frucht muss währenddessen kontinuierlich gedreht werden, bis die Schale aufbricht und man die in weißem Fruchtfleisch gehüllten frischen Kakaobohnen sehen kann.
Die frischen Bohnen haben einen bitteren Geschmack, während das weiße Fruchtfleisch eine süßliche Note besitzt. Jenny erklärt, dass die Kakaobohnen in diesem Zustand sowohl den höchsten Wert an Vitaminen, Fetten und Mineralien besitzen als auch einen höheren Wert an Antioxidantien vorweisen, als beispielsweise Blaubeeren.
Mit dem Geschmack von Schokolade hat dies jedoch noch nichts im Geringsten zu tun, was mich besonders neugierig über die weitere Verarbeitung der Bohnen macht.
Sie erklärt, dass die frisch geernteten Bohnen für einen Zeitraum von 5 - 7 Tage fermentiert und anschließend für 8 - 10 Tage in der Sonne getrocknet werden müssen, um die weitere Verarbeitung zu ermöglichen.
Glücklicherweise hat das Team von Utopia diese Schritte bereits für uns übernommen und eine große Schale fermentierter, sonnengetrockneter Kakaobohnen vorbereitet. Gemeinsam gehen wir in die Küche und rösten diese für einen Zeitraum von ungefähr 6 Minuten, was die Luft in der kleinen Küche hier inmitten des Dschungels mit unglaublichen Aromen und dem Duft von Schokolade erfüllt. Sobald die Bohnen Geräusche von sich geben, ähnlich wie beim Rösten von Popcorn, nehmen wir diese von der heißen Platte herunter und geben sie direkt in eine große Schale, um sie anschließend abkühlen zu lassen.
Mit den abgekühlten Bohnen begeben wir uns zum Tisch, der mit jeweils zwei Schalen für jede Person vorbereitet wurde. Eine für die Schalen und die andere für den Kakao. Jenny verteilt die gerösteten Bohnen auf dem großen Holztisch und erklärt, dass die Bohnen sich am leichtesten durch eine kurze Verdrehung der Schale bei leichtem Druck schälen lassen.
Glücklicherweise hat das Team von Utopia diese Schritte bereits für uns übernommen und eine große Schale fermentierter, sonnengetrockneter Kakaobohnen vorbereitet. Gemeinsam gehen wir in die Küche und rösten diese für einen Zeitraum von ungefähr 6 Minuten, was die Luft in der kleinen Küche hier inmitten des Dschungels mit unglaublichen Aromen und dem Duft von Schokolade erfüllt. Sobald die Bohnen Geräusche von sich geben, ähnlich wie beim Rösten von Popcorn, nehmen wir diese von der heißen Platte herunter und geben sie direkt in eine große Schale, um sie anschließend abkühlen zu lassen.
Mit den abgekühlten Bohnen begeben wir uns zum Tisch, der mit jeweils zwei Schalen für jede Person vorbereitet wurde. Eine für die Schalen und die andere für den Kakao. Jenny verteilt die gerösteten Bohnen auf dem großen Holztisch und erklärt, dass die Bohnen sich am leichtesten durch eine kurze Verdrehung der Schale bei leichtem Druck schälen lassen.
Während wir die Bohnen schälen stelle ich Jenny einige Fragen zu ihrem persönlichen Weg zum Kakao und ihrer Beziehung zu dieser Frucht. Zu meiner großen Freude stimmt Jenny der Aufnahme meines kleinen Interviews mit ihr zu, welches ihr euch hier ebenfalls anhören könnt.
Jenny erzählt mir, dass sie seit ungefähr 3 Jahren Kakaotouren hier in Utopia durchführt und dies zu ihrer großen Liebe zu dem Baum und der Frucht geführt hat. Sie erzählt, dass sie in einem Zeitraum von 2 Monaten durchaus schon bis zu 28 Kakaotouren durchführte, was ihren Erfahrungsschatz über die Jahre unglaublich wachsen ließ.
Sie schwärmt über die Historie des Kakaos und unterstreicht dessen Wichtigkeit bei der Arbeit mit diesem. Bereits vor tausenden von Jahren wurde der Kakao verehrt und als Frucht der Götter angesehen. Besonders die zahlreichen medizinischen Eigenschaften machen den Kakao für Jenny zu einer unvergleichbaren Frucht, die nicht nur den Körper nährt, sondern auch das Herz öffnet
Jenny erzählt mir, dass sie seit ungefähr 3 Jahren Kakaotouren hier in Utopia durchführt und dies zu ihrer großen Liebe zu dem Baum und der Frucht geführt hat. Sie erzählt, dass sie in einem Zeitraum von 2 Monaten durchaus schon bis zu 28 Kakaotouren durchführte, was ihren Erfahrungsschatz über die Jahre unglaublich wachsen ließ.
Sie schwärmt über die Historie des Kakaos und unterstreicht dessen Wichtigkeit bei der Arbeit mit diesem. Bereits vor tausenden von Jahren wurde der Kakao verehrt und als Frucht der Götter angesehen. Besonders die zahlreichen medizinischen Eigenschaften machen den Kakao für Jenny zu einer unvergleichbaren Frucht, die nicht nur den Körper nährt, sondern auch das Herz öffnet
“It opens up your heart” – Jenny
Von der Kakaobohne zur Schokolade
Jenny nimmt die geschälten Bohnen und zerkleinert diese in einem Mixer. Zeit zu warten, denn um aus den Bohnen Schokolade herzustellen, muss aus den Kakaonibs eine flüssige Masse entstehen. Jenny erklärt, dass in Utopia die Schokolade mit einem Verhältnis von 70% Kakao und 30% Zucker hergestellt wird, weshalb sie kontinuierlich etwas Zucker hinzufügt.Die verschiedenen Stadien des Prozesses in Echtzeit zu beobachten und immer wieder einen kleinen Löffel der Masse zu probieren, macht das Warten jedoch zu etwas sehr angenehmen. Ein weiteres Highlight stellt der frisch gekochte Tee dar, welcher aus den übrig gebliebenen Kakaoschalen gekocht wird. Das Kochen der Kakaoschalen verwandelt das Wasser in ein wohltuendes Getränk, welches einen schokoladigen Geschmack besitzt und dazu noch für seine glücksfördernde Effekte bekannt ist.
Nach einer guten halben Stunde verwandeln sich die einst knackigen Bohnen in eine köstlich duftende Flüssigkeit, aus welcher wir nun unsere eigenen kleinen Pralinen herstellen.
Zur Auswahl steht außerdem eine Vielfalt an Toppings. Von Erdnüssen, Salz und Rosinen bis hin zu Chili und Zimt. Ich entscheide mich überwiegend für Chili, denn die Kombination von Kakao und Chili soll die Aufnahme der guten Eigenschaften, wie Flavonoide, also Antioxidantien des Kakaos verstärken.Leider gehen durch die verschiedenen Verarbeitungsprozesse der frischen Kakaobohnen ein Großteil der ursprünglichen Vitamine und Mineralien verloren, ein guter Teil der Antioxidantien bleibt jedoch erhalten. Interessant außerdem, Milchschokolade soll die die Aufnahme der Antioxidantien der Schokolade sogar noch um ein vielfaches verschlechtern.
Je dunkler die Schokolade also, desto gesünder. Demnach soll der Verzehr von dunkler Schokolade sowohl die Gesundheit des Gehirns und Herz-Kreislaufsystem unterstützen als auch entzündungshemmend wirken.
Je dunkler die Schokolade also, desto gesünder. Demnach soll der Verzehr von dunkler Schokolade sowohl die Gesundheit des Gehirns und Herz-Kreislaufsystem unterstützen als auch entzündungshemmend wirken.
Der letzte Schritt
Im dritten und letzten Teil unserer Reise nach Guatemala geht es um den letzten Schritt der Schokoladentour.